Verkaufen weniger, mehr verdienen: Wie wir die Nettomarge einer Hautpflegemarke durch strategische Verkaufsreduzierung verdoppelten

Kunde: eine europäische Hautpflegemarke auf Amazon.fr

Leistungen: fortgeschrittenes Amazon Ads Management, Analyse der E-Commerce-Profitabilität, Optimierung der Produktlistings
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Zusammenfassung

Eine europäische Hautpflegemarke sah sich einem gefährlichen Paradoxon gegenüber: Die Amazon-Umsätze waren hoch, aber der Nettogewinn alarmierend niedrig. Gefangen in einer „Verkaufen um jeden Preis“-Mentalität fraß die aggressive Werbeausgabe die Margen auf, sodass nur ein magerer Nettogewinn von etwa 10 % übrig blieb. Sie arbeiteten härter, nicht intelligenter.

Studio.351 implementierte eine kontraintuitive, gewinnorientierte Strategie. Durch ein tiefgehendes Profitabilitäts-Audit, das auch die Herstellungskosten (COGS) des Kunden einschloss, trafen wir eine mutige Entscheidung: Wir kürzten strategisch ineffiziente Werbeausgaben, was zu einem geplanten, temporären Rückgang der Verkäufe führte.

Das Ergebnis? Die Nettomarge verdoppelte sich auf über 20 %, der Nettogewinn stieg im ersten Monat um 48 %, und das Unternehmen wurde auf eine nachhaltige, profitable Wachstumsbasis gestellt.
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Die Herausforderung: die Tyrannei hoher Umsätze

  • Wachstum ohne Gewinn: Mit einer Nettomarge von nur 9,98 % war jeder Verkauf kaum rentabel. Das Unternehmen strampelte, erzielte hohe Umsätze, aber nur minimalen tatsächlichen Gewinn.
  • Aufgeblähte Werbeausgaben: Die Werbekosten (€11.744) machten fast 19 % des Gesamtumsatzes (€62.625) aus – ein für ihre Produktkategorie völlig untragbares Verhältnis.
  • Mangelnder Produktfokus: Das Werbebudget wurde über das gesamte Sortiment verteilt, ohne klare Daten darüber, welche Produkte tatsächlich Gewinn abwarfen und welche nach Abzug aller Kosten Verluste machten.
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Die Lösung: die „Business Health“ - Wende

Unsere Strategie bestand darin, das Unternehmen wie ein Chirurg zu behandeln: Zuerst die Blutung stoppen, dann den Kern stärken.
  1. Forensische Profit-Analyse: Wir gingen über ACoS und ROAS hinaus. Durch Integration der COGS-Daten des Kunden führten wir eine Unit-Economics-Analyse für jedes Produkt durch, um die wahren Gewinner und Verlierer zu identifizieren.
  2. Strategisches Beschneiden: Wir trafen die bewusste Entscheidung, unprofitable Verkäufe nicht weiter zu finanzieren. Kampagnen und Keywords mit negativem Return nach Berücksichtigung aller Kosten wurden aggressiv gekürzt oder pausiert.
  3. Stärkung des profitablen Kerns: Das frei gewordene, kleinere Budget wurde mit chirurgischer Präzision auf die wenigen Produkte und Kampagnen umverteilt, die eine hohe Nettorentabilität zeigten.
  4. Aufbau einer organischen Basis: Gleichzeitig optimierten wir die Listings der profitabelsten Produkte, um das organische Ranking und die Conversion-Rate zu erhöhen und die langfristige Abhängigkeit von bezahlten Anzeigen zu verringern.
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Unser Prozess: die Dreimonats-Transformation

  • Monat 0 (Das Audit): Wir führten unsere tiefgehende Analyse durch, indem wir PPC-Daten mit den Finanzdaten des Kunden (COGS) kombinierten. Die Analyse zeigte, dass fast 60 % der Werbeausgaben Verkäufe mit negativem Nettogewinn generierten.
  • Monat 1 (Der große Schnitt): Wir reduzierten die Werbeausgaben um über 50 % (von €11.744 auf €5.872). Wie erwartet sanken die Gesamtverkäufe um 25 %. Da wir jedoch nur unprofitable Verkäufe eliminierten, stieg der Nettogewinn um 48,1 % (von €6.251 auf €9.259). Das Geschäft war sofort gesünder.
  • Monat 2–3 (Stabilisierung & profitables Wachstum): Mit einer stabilen, profitablen Basis begannen wir, die funktionierenden Kampagnen vorsichtig zu skalieren. Die Verkäufe stabilisierten sich und wuchsen erneut (+3,3 % im Monat 2, +22 % im Monat 3), wobei nun jeder Verkauf wesentlich zur Gewinnspanne beitrug, mit einer Nettomarge von über 21 %.
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Die Ergebnisse: ein neues Paradigma der Profitabilität

  • Nettomarge verdoppelt: von 9,98 % auf über 21 % innerhalb von zwei Monaten.
  • Nettogewinn um 73 % gesteigert in den ersten zwei Monaten, trotz eines temporären Umsatzrückgangs.
  • Werbeausgaben halbiert: eine Reduktion ineffizienter Werbeausgaben um 50,3 % bereits im ersten Monat.
  • Paradigmenwechsel: Der gesamte Geschäftsfokus des Kunden verlagerte sich vom reinen Umsatzwachstum hin zur Maximierung des Nettogewinns.
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FAQ

Meinen Sie, dass Sie absichtlich meinen Umsatz reduzieren werden?
In manchen Fällen ja. Wir priorisieren die finanzielle Gesundheit Ihres Unternehmens über alles. Wenn unsere Analyse zeigt, dass Sie bei bestimmten Verkäufen Geld verlieren, empfehlen wir, diese zu stoppen. Dies führt zu einem temporären, strategischen Umsatzrückgang, steigert aber sofort den Nettogewinn und schafft die Basis für zukünftiges profitables Wachstum.

Wie analysieren Sie die Profitabilität über die Standardmetriken ACoS/ROAS hinaus?
ACoS und ROAS erzählen nicht die ganze Geschichte. Unsere tiefgehende Analyse berücksichtigt Herstellungskosten (COGS), Amazon-Gebühren und Werbeausgaben, um die tatsächliche Nettomarge pro Produkt zu berechnen. So treffen wir Entscheidungen auf Basis echten Gewinns, nicht nur Werbeeffizienz.

Was passiert, nachdem Sie die Werbeausgaben gekürzt haben? Verkaufen wir dann dauerhaft weniger?
Keineswegs. Der erste Schnitt ist Phase 1. Phase 2 besteht darin, das eingesparte Budget gezielt in die profitabelsten Produkte und Keywords zu reinvestieren. So entsteht eine neue, deutlich höhere Gewinnbasis, von der aus wir den Umsatz sicher und nachhaltig skalieren können.

Wann macht es Sinn, den Profit dem Wachstum vorzuziehen?
Diese Strategie ist sinnvoll, wenn Ihr Cashflow angespannt ist, die Margen dünn sind und Sie unsicher sind, ob Ihre Werbung tatsächlich Gewinn bringt. Eine profitable Basis zu schaffen, ist entscheidend, bevor aggressive, markanteilsorientierte Wachstumsstrategien verfolgt werden können.
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