Phase 1: Der ValidierungssprintKreative Lokalisierung: Dies ging weit über eine reine Übersetzung hinaus. Wir arbeiteten mit muttersprachlichen Marketingspezialisten zusammen, um nicht nur den Werbetext, sondern auch die Kernbotschaft anzupassen. Unterschiedliche Ansätze wurden getestet: War das Hauptverkaufsargument „saubere Inhaltsstoffe“, das „portugiesische Erbe“ oder ein spezifisches „strahlendes Hautbild“?
Parallele Kampagnenaufsetzung:
- Meta Ads (Instagram/Facebook): Identische Kampagnen wurden für interessebasierte Zielgruppen („vegan Beauty“, „Clean Skincare“, „Luxury Cosmetics“) in jedem Land gestartet. Es wurden 3–4 verschiedene visuelle Kreative A/B-getestet: Studio-Produktaufnahmen, Lifestyle-Videos und nutzergenerierte Content-Reviews.
- Google Shopping: Produkt-Feeds wurden für jedes Land erstellt und optimiert. Standard-Shopping-Kampagnen testeten Preiswettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Produktbilder direkt in den Suchergebnissen.
Phase 2: Der datengestützte PivotAm Ende des dritten Monats ergab sich ein klares Bild:
Spanien: 2x höherer ROAS auf Meta Ads und höchste CTR bei Google Shopping. Die CPA lag 40 % unter dem Wert in Frankreich.
- Deutschland: hoher durchschnittlicher Bestellwert, aber sehr niedrige CTR und ROAS, was auf starke Konkurrenz durch etablierte lokale Marken und geringe Markenbekanntheit hinweist.
- Frankreich: moderate Ergebnisse über alle Kanäle, jedoch kein klares Signal für ein schnelles Wachstumspotenzial.
- Die Entscheidung war einstimmig und datenbasiert: Alle Ressourcen auf Spanien konzentrieren.
Phase 3: Der Full-Funnel-Angriff in Spanien
Meta Ads skalieren: Budgets für die erfolgreichen Zielgruppen und Kreativen wurden erhöht. Entscheidend war der Start einer dynamischen Produkt-Remarketing-Kampagne für Nutzer, die ein Produkt angesehen oder den Warenkorb verlassen hatten.
Google Shopping optimieren: Die Standard-Shopping-Kampagne wurde zu einer Performance-Max-Kampagne erweitert, um YouTube-, Display- und Discovery-Platzierungen zu nutzen. Verkaufsdaten dienten als Grundlage für das Bieten auf Bestseller-Produkte.
- Suchkampagnen starten: Eine Brand-Defence-Kampagne wurde eingeführt, um den Markennamen vor Mitbewerbern zu schützen. Zudem wurden Non-Brand-Kampagnen für problembezogene Suchanfragen wie „Serum gegen Pigmentierung“ oder „Vitamin-C-Feuchtigkeitscreme“ gestartet.